Cremig, würzig und angenehm mild – genau so stelle ich mir ein gutes Wirsinggemüse vor. Gerade zu einem fränkischen Schäuferla gehört diese Beilage für mich einfach dazu. Und ehrlich gesagt: Wenn es richtig gut gemacht ist, wird das fränkische Wirsinggemüse fast zur heimlichen Hauptrolle auf dem Teller.
Für mich die perfekte Beilage
Wirsing hat ja manchmal den Ruf, etwas „altbacken“ zu sein. Aber genau dieses Rezept zeigt, wie genial einfach und gleichzeitig richtig lecker er sein kann.
- wunderbar cremige Konsistenz durch feines Pürieren
- kräftiger Geschmack durch Brühe, Butter und Gewürze
- passt perfekt zu deftigen Fleischgerichten
- unkompliziert in der Zubereitung
- lässt sich gut vorbereiten
Gerade die Kombination aus Mehlschwitze und püriertem Gemüse sorgt für diese typisch fränkische Konsistenz – fast schon wie eine herzhafte Creme.
Warum Wirsing in Franken so beliebt ist
In der fränkischen Küche spielen klassische Beilagen eine große Rolle. Neben Kloß und Sauerkraut gehört auch Wirsing fest dazu. Besonders zu Braten wie dem Schäuferla wird er gerne serviert, weil er die kräftigen Röstaromen wunderbar ergänzt.
Das Besondere an dieser Variante: Der Wirsing wird nicht nur gekocht, sondern fein püriert. Dadurch entsteht eine ganz andere Textur als bei klassischen Kohlgerichten – deutlich feiner und eleganter.
Ein kleiner Trick ist übrigens das Natron beim Kochen. Das sorgt dafür, dass der Wirsing seine schöne grüne Farbe behält und schneller weich wird.
Wozu passt Fränkisches Wirsinggemüse
Ganz klar: Der Klassiker ist die Kombination mit einem fränkischen Schäuferla. Dazu kommen noch Kartoffelklöße und eine kräftige Bratensoße – mehr braucht es eigentlich nicht.
Aber auch zu anderen Gerichten passt das Gemüse hervorragend:
- Schweinebraten
- Frikadellen
- Bratwürste
- Kurzgebratenes Fleisch
Vorbereitung & Aufbewahrung
Das Wirsinggemüse lässt sich super vorbereiten.
- Im Kühlschrank: Hält sich problemlos 2 Tage
- Aufwärmen: Einfach vorsichtig im Topf erhitzen, ggf. etwas Brühe oder Sahne zugeben
- Einfrieren: Möglich, allerdings kann sich die Konsistenz leicht verändern
Gerade wenn du ein größeres Essen planst, kannst du diese Beilage also entspannt im Voraus kochen.
Fazit
Mit diesem Rezept bekommst du ein Stück fränkische Küche direkt nach Hause. Die Zubereitung ist unkompliziert, das Ergebnis richtig aromatisch – und genau so, wie man es aus der traditionellen Küche kennt.
Wenn du das Rezept ausprobierst, schreib mir gern, wie es dir geschmeckt hat!

Kochutensilien
Zutaten
- 1 Wirsingkohl mittelgroß
- 1 TL Natron
- 200 ml Brühe
- 100 ml Sahne
- 2 EL Butter
- 3 EL Mehl
- 1 Prise Kümmel
- 1 Prise Muskat
- Salz und Pfeffer
Anleitungen
- Den Wirsing grob scheiden, putzen und den Strunk entfernen. Die Stücke in Streifen schneiden.

- Die Brühe, den Wirsing zusammen mit dem Natron und einer Prise Kümmel in einen Topf geben. Gut vermischen und für ca. 15 Minuten bei geschlossenem Deckel bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Kohl schön weich ist.

- Das Gemüse mit einem Pürierstab fein pürieren und anschließend mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

- In einem weiteren Topf die Butter bei mittlerer Temperatur schmelzen lassen. die geschmolzene Butter mit dem Mehl bestäuben und gut verrühren. Kurz anschwitzen lassen. Es soll nicht braun werden.

- Unter ständigem Rühren die Sahne hinzugeben. Die Mehlschwitze mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

- Den pürierten Wirsing hinzugeben. Die Wirsingreste im Topf mit ein wenig Wasser lösen und ebenfalls in den anderen Topf geben. Alles gut vermengen und falls nötig nachwürzen.

Fränkisches Wirsinggemüse – Fragen (FAQ)
Durch das Pürieren und die Mehlschwitze bekommt das Gemüse seine cremige Konsistenz.
Natron sorgt dafür, dass der Wirsing schneller weich wird und seine grüne Farbe behält.
Nein, auch zu Braten, Frikadellen oder Bratwürsten ist es eine perfekte Beilage.
Ja, du kannst die Sahne reduzieren oder durch Milch ersetzen.
Im Kühlschrank etwa 2 Tage.
