An besonders heißen Sommertagen habe ich oft keine Lust auf schwere Gerichte. Dann darf es gerne etwas Leichtes sein, das trotzdem richtig viel Geschmack mitbringt. Genau deshalb mag ich Gazpacho so gerne. Die kalte Gemüsesuppe aus Spanien ist schnell vorbereitet und sorgt nach dem Durchkühlen schon beim ersten Löffel für eine angenehme Erfrischung.
Eine Suppe, die ohne Kochen auskommt
Gazpacho stammt aus Andalusien im Süden Spaniens. Frühere Varianten bestanden vor allem aus Brot, Olivenöl, Essig, Knoblauch und Wasser. Tomaten und Paprika kamen später hinzu und prägen heute die weltweit bekannte rote Gazpacho.
Die Grundlage bilden sonnengereifte Tomaten, knackige Paprika, Gurke, etwas Knoblauch, gutes Olivenöl und Weißweinessig. Zusammen mit eingeweichtem Brot entsteht eine wunderbar cremige Suppe, die ihren vollen Geschmack erst nach einigen Stunden im Kühlschrank entwickelt.
Heute gehört Gazpacho längst zu den bekanntesten Gerichten der spanischen Küche und wird sowohl zuhause als auch in vielen Restaurants serviert.
Darum lohnt sich dieses Gazpacho Rezept
Für die Gazpacho musst du weder den Herd einschalten noch lange in der Küche stehen. Das Gemüse wird grob geschnitten, püriert und anschließend kalt gestellt.
- ohne Herd zubereitet
- herrlich erfrischend
- wenige Zutaten
- ideal zur Tomatensaison
- gut vorzubereiten
- vegetarisch
- perfekt als Vorspeise oder leichtes Sommergericht
Gerade wenn die Tomaten aus dem Garten oder vom Wochenmarkt richtig aromatisch sind, schmeckt Gazpacho besonders intensiv.
Gute Zutaten machen den Unterschied
Bei diesem Rezept gibt es kaum Möglichkeiten, den Geschmack zu verstecken. Deshalb lohnt es sich, möglichst reife Tomaten zu verwenden. Sie bringen eine natürliche Süße mit und sorgen für das typische Aroma. Wässrige Wintertomaten eignen sich kaum für eine Gazpacho.
Auch bei der Qualität des Olivenöls solltest du nicht sparen. Ein hochwertiges natives Olivenöl extra verleiht der Gazpacho ihre feine Cremigkeit und rundet den Geschmack perfekt ab.
Nach dem Pürieren streiche ich die Suppe noch durch ein feines Sieb. Dieser Schritt dauert nur wenige Minuten, macht die Gazpacho aber deutlich feiner und sorgt für eine angenehm samtige Konsistenz. Magst du die Gazpacho etwas rustikaler oder arbeitet dein Mixer besonders fein, kannst du auf das Sieben aber auch verzichten. Erlaubt ist, was schmeckt und was du magst, weil Kochen Freude macht!
So kannst du Gazpacho variieren
Das Grundrezept lässt sich ganz einfach an den eigenen Geschmack anpassen.
Wer es etwas würziger mag, gibt noch eine kleine Prise Pfeffer oder etwas Chili dazu. Ohne oder mit weniger Brot wird die Gazpacho leichter und flüssiger. Mit etwas mehr Brot wird sie cremiger, aber auch dickflüssiger.
Auch beim Topping gibt es viele Möglichkeiten. Besonders gut passen:
- fein gewürfelte Tomaten
- Paprikawürfel
- Gurkenwürfel
- knusprige Croutons
- ein kleiner Schuss Olivenöl
Dadurch bekommt jede Portion noch etwas mehr Biss.
So kannst du Gazpacho servieren
Gazpacho eignet sich wunderbar als leichte Vorspeise, kann an heißen Tagen aber auch als kleines Mittagessen serviert werden. Dazu passt frisches Baguette oder geröstetes Weißbrot.
Für einen Grillabend kannst du die Gazpacho auch in kleinen Gläsern anrichten und als erfrischenden Auftakt reichen. Stell die Gemüsewürfel, Croutons und etwas Olivenöl einfach separat auf den Tisch. So kann sich jeder seine Portion nach Geschmack garnieren.
Soll die Gazpacho nicht vegetarisch bleiben, passt etwas Serranoschinken oder ein fein gehacktes gekochtes Ei dazu.
Lässt sich Gazpacho vorbereiten?
Unbedingt. Tatsächlich schmeckt sie sogar noch besser, wenn sie einige Stunden im Kühlschrank durchziehen konnte.
Du kannst die Gazpacho problemlos am Vortag zubereiten und gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren einfach noch einmal umrühren und nach Belieben mit etwas Olivenöl sowie frischen Gemüsewürfeln garnieren.
Ich würde sie innerhalb von zwei Tagen genießen. Einfrieren empfehle ich dagegen nicht, da sich Konsistenz und Geschmack nach dem Auftauen deutlich verändern.
An heißen Sommertagen gehört dieses Gazpacho Rezept für mich inzwischen zu den Gerichten, die immer wieder auf den Tisch kommen. Mit wenigen Zutaten entsteht eine wunderbar aromatische, leichte Mahlzeit, die schnell vorbereitet ist und herrlich erfrischt. Probier sie unbedingt einmal aus – vielleicht wird sie auch bei dir zum festen Bestandteil der Sommerküche.

Kochutensilien
Zutaten
- 1 kg Tomaten
- 1 Paprika
- ½ Salatgurke
- 100 g Weißbrot vom Vortag
- 80 ml natives Olivenöl
- 30 ml Weißweinessig alternativ Balsamico bianco
- 1 Knoblauchzehe
- Salz
- Croutons zum Garnieren
Anleitungen
- Tomaten waschen und in Stücke schneiden. Paprika ebenfalls waschen, entkernen und klein schneiden. Gurke schälen und auch in Stücke schneiden. Knoblauch schälen und würfeln. Ein klein wenig Tomate und Paprika als Topping zum Servieren beiseite stellen.

- Das Brot in Stücken in Wasser einlegen und weich werden lassen, Tomaten, Paprika, Gurke und Knoblauch im Mixer oder mit dem Pürierstab zu einer cremigen Masse pürieren. Am besten anfangs nur die Hälfte, und danach die zweite Hälfte zugeben und alles zusammen pürieren. Dann auch das eingeweichte Brot mit pürieren.

- Nun das Olivenöl, den Essig und etwas Salz zugeben. Alles noch einmal gut pürieren. Dann durch ein Sieb pressen und in einer zweiten Schüssel auffangen. Die Gazpacho im Kühlschrank für 2 Stunden kalt stellen.

- Zum Essen in Schüsseln servieren und mit etwas fein gewürfelter Tomate, Paprika und Brot-Croutons (nach Belieben) servieren.

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Fragen zum Gazpacho Rezept (FAQ)
Gazpacho ist eine kalte Gemüsesuppe aus Andalusien in Spanien. Sie wird überwiegend aus Tomaten, Paprika, Gurke, Knoblauch und Olivenöl zubereitet.
Ja. Sie schmeckt sogar noch besser, wenn sie mehrere Stunden oder über Nacht im Kühlschrank durchziehen konnte.
Nein. Das Gemüse wird roh püriert und anschließend gut gekühlt serviert.
Dadurch werden Schalen und Kerne entfernt und die Suppe erhält ihre typisch feine, cremige Konsistenz.
Gib esslöffelweise kaltes Wasser hinzu und püriere die Gazpacho noch einmal, bis sie die gewünschte Konsistenz erreicht hat.
Für eine klassische Gazpacho wird häufig grüne Paprika verwendet. Rote Paprika schmeckt etwas süßer und ergibt eine mildere Variante.
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