Krautsalat einkochen

Krautsalat einkochen – einfaches Rezept mit Karotten

Nach meiner Aprikosenmarmelade war dieser Krautsalat mein zweites richtiges Einkochprojekt. Da ich Krautsalat persönlich liebe, war es für mich schon fast ein kleiner Herzenswunsch, ihn jederzeit auf Vorrat im Regal stehen zu haben. Statt bei jeder Gelegenheit erst eine neue Portion zuzubereiten, genügt nun ein Griff zum Glas. Die Kombination aus Weißkohl, Karotten und süß-säuerlichem Sud passt für mich besonders gut zu deftigen Gerichten, zum Grillen oder einfach zu einer Brotzeit.

Ein Vorratsklassiker mit Tradition

Krautsalat gehört seit vielen Generationen zu den beliebtesten Beilagen in Deutschland. Gerade früher wurde Weißkohl häufig eingelagert oder haltbar gemacht, weil er sich gut lagern ließ und auch im Winter verfügbar war.

Während Sauerkraut durch Fermentation entsteht, wird dieser Krautsalat in einem würzigen Essigsud eingekocht. Dadurch entwickelt er seinen typisch milden, süß-säuerlichen Geschmack und kann über viele Monate gelagert werden.

Die geraspelten Karotten bringen zusätzlich eine leichte Süße ins Rezept und sorgen gleichzeitig für etwas Farbe im Glas.

Darum lohnt sich dieses Rezept

Dieses Rezept überzeugt vor allem durch seine einfache Zubereitung. Außer etwas Zeit zum Schneiden des Kohls brauchst du kaum Arbeitsaufwand einzuplanen.

Besonders praktisch ist außerdem:

  • ideal für die Vorratshaltung
  • einfache Zutaten aus jedem Supermarkt
  • mehrere Gläser auf einmal vorbereiten
  • passt zu vielen Gerichten
  • lange haltbar
  • auch für Einkochanfänger gut geeignet

Ein weiterer Vorteil: Sobald die Gläser im Regal stehen, hast du jederzeit eine selbstgemachte Beilage griffbereit und kannst auf die Varianten im Supermarkt verzichten.

Der kleine Trick für besonders zarten Krautsalat

Ein wichtiger Arbeitsschritt wird oft unterschätzt. Nachdem der Weißkohl fein geschnitten wurde, solltest du ihn immer wieder kräftig mit den Händen durchkneten.

Dadurch brechen die Zellstrukturen des Kohls auf. Der Krautsalat wird später deutlich zarter und nimmt den würzigen Sud besser auf. Dieser kleine Schritt macht geschmacklich einen großen Unterschied und lohnt sich auf jeden Fall.

Ist eingekochter Krautsalat überhaupt gesund?

Auf den ersten Blick wirkt die Zuckermenge von 600 g recht hoch. Dabei solltest du bedenken, dass sich dieser Zucker auf den gesamten Sud verteilt und später nicht vollständig im Krautsalat landet. Ein Teil bleibt nach dem Öffnen sogar im Glas zurück. Pro Portion nimmst du daher deutlich weniger Zucker auf, als die Zutatenliste zunächst vermuten lässt.

Der eigentliche Star des Rezepts ist ohnehin der Weißkohl. Er liefert reichlich Ballaststoffe, die lange sättigen und die Verdauung unterstützen. Außerdem enthält er Vitamin C, Vitamin K, und Folsäure. Die Karotten ergänzen den Salat mit Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A, das unter anderem für Haut und Sehkraft wichtig ist.

Natürlich verändert das Einkochen den Nährstoffgehalt etwas. Hitzeempfindliche Vitamine wie Vitamin C gehen teilweise verloren. Ballaststoffe, Mineralstoffe wie Kalium und Calcium sowie ein großer Teil der sekundären Pflanzenstoffe bleiben jedoch weitgehend erhalten. Dadurch ist eingekochter Krautsalat auch nach dem Haltbarmachen noch eine nährstoffreiche Beilage.

Wer sich ausgewogen ernährt, muss sich wegen des Zuckeranteils keine großen Gedanken machen. In normalen Portionsgrößen ist der Krautsalat eine leckere und durchaus sinnvolle Ergänzung zu vielen Gerichten. Gerade im Vergleich zu vielen gekauften Fertigsalaten weißt du außerdem ganz genau, welche Zutaten im Glas gelandet sind.

Wozu passt eingekochter Krautsalat?

Krautsalat ist ein echter Allrounder und passt zu zahlreichen Gerichten.

Besonders lecker schmeckt er zu:

Auch auf einem Grillbuffet macht sich selbstgemachter Krautsalat hervorragend und lässt sich schon lange vorher vorbereiten.

So lagerst du die Gläser richtig

Nach dem Einkochen sollten die Gläser vollständig auskühlen. Kontrolliere anschließend, ob alle Deckel ein Vakuum gezogen haben.

Lagere den Krautsalat anschließend möglichst kühl, trocken und dunkel. Unter diesen Bedingungen hält er sich viele Monate.

Nach dem Öffnen gehört das Glas in den Kühlschrank und sollte innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Geschmacklich gewinnt der Salat sogar noch etwas, wenn er vor dem ersten Öffnen einige Wochen durchziehen durfte.

Mein Tipp zum Einkochen im Einkochautomaten

Für dieses Rezept habe ich meinen Einkochautomaten verwendet und möchte ihn inzwischen nicht mehr missen. Gerade wenn mehrere Gläser gleichzeitig eingekocht werden sollen, arbeitet er zuverlässig und nimmt dir einiges an Arbeit ab. Falls du gerade erst mit dem Einkochen beginnst oder dir bei Temperatur, Wasserstand oder den richtigen Gläsern noch unsicher bist, findest du in meinem Ratgeber „Einkochen im Einkochautomaten“ eine ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dort erkläre ich alles, was du für einen erfolgreichen Start wissen musst.

Probier dieses Rezept gerne einmal aus. Es zeigt, dass Einkochen gar nicht kompliziert sein muss. Krautsalat einkochen ist ein einsteigerfreundliches Rezept. Mit wenigen Zutaten und etwas Zeit entsteht ein leckerer Krautsalat, der dich lange begleitet und bei vielen Mahlzeiten eine perfekte Beilage ist. Wenn du ihn ausprobierst, freue ich mich über deinen Kommentar und deine Erfahrungen.

Krautsalat einkochen

Krautsalat einkochen – einfaches Rezept mit Karotten

Vorbereitungszeit: 1 Stunde
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Gesamtzeit: 1 Stunde 30 Minuten
Gericht: Salat
Küche: Deutsch
Suchbegriff: Einkochen, Einmachrezept, Haltbarmachen

Kochutensilien

8-10 Einmachgläser 500ml

Zutaten

  • 1,5 kg Weißkohl
  • 400 g Karotten
  • 1 L Wasser
  • 1 L Essig 5% Säure
  • 600 g Zucker
  • 6 TL Senf
  • 75 g Steinsalz bitte kein Jodsalz
  • 5-10 Pfefferkörner pro Glas
  • 1 Prise Kümmel pro Glas

Anleitungen

  • Die äußeren Blätter vom Weißkohl entfernen. Den Kohlkopf vierteln oder achteln. Strunk entfernen und das Weißkraut in feine Streifen schneiden.
    Krautsalat einkochen
  • Die Kohlstreifen in eine große Schüssel geben und bis zum Abfüllen immer wieder mit den Händen kräftig durchkneten. Damit wird die Zellstruktur zerstört und der Salat wird weicher.
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  • Die Karotten schälen und grob raspeln.
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  • In die sauberen Einmachgläser jeweils eine Prise Kümmel und 5-10 Pfefferkörner geben.
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  • Einen Topf mit Wasser und Essig aufsetzen. Salz, Senf und Zucker hinzugeben verrühren und aufkochen lassen. Zur Seite stellen, leicht abkühlen lassen.
    Krautsalat einkochen
  • In der Zwischenzeit Weißkraut und Karotten miteinander vermischen und in die Gläser füllen. Dabei das Gemüse fest einrücken damit die Gläser gut befüllt sind.
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  • Die Gläser mit dem Einkochsud bis knapp unter den Rand befüllen. Glasränder mit einem Küchentuch abwischen und die Gläser verschließen.
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  • Die Gläser in einen großen Topf oder in den Einkochautomaten stellen. Mit Wasser befüllen, bis die Gläser bis zum Befüll Stand im Wasser stehen. Den Krautsalat bei 100°C für 30 Minuten einkochen. Die Einkochzeit beginnt, wenn die 100 °C erreicht sind.
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  • Zum Abschluss die Gläser herausnehmen und auf ein Tuch stellen. Am besten über Nacht abkühlen lassen. Prüfen ob alle Gläser verschlossen sind und ein Vakuum gezogen wurde.
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