Spargel einkochen

Spargel einkochen – so verlängerst du die Spargelsaison

Ende Juni ist Schluss. Zumindest offiziell, denn traditionell endet die deutsche Spargelsaison rund um den Johannistag am 24. Juni. Mit ein paar Gläsern im Vorratsschrank muss das allerdings nicht für deinen Speiseplan gelten. Wenn du Spargel einkochst, kannst du auch Monate später noch ein Glas öffnen und daraus Salat, Suppe oder eine schnelle Beilage zubereiten.

Warum ich Spargel selbst einkoche

Spargel im Glas gibt es natürlich fertig zu kaufen. Für mich hat das Selbsteinkochen trotzdem einen entscheidenden Vorteil: Ich kann während der Saison frischen heimischen Spargel kaufen und weiß anschließend ganz genau, was in meinen Gläsern steckt.

Gerade für das Einkochen muss es dabei nicht unbedingt der teuerste Spargel der Handelsklasse I sein. Auf dem Spargelhof lohnt es sich, nach Spargelbruch oder günstigeren, krummen Stangen zu schauen. Schließlich wird der Spargel für dieses Rezept ohnehin in Stücke geschnitten. Ob die ursprüngliche Stange kerzengerade war, spielt im Glas überhaupt keine Rolle.

Interessant wird das vor allem gegen Ende der Spargelsaison. Dann kannst du noch einmal eine größere Menge kaufen und einen Teil davon für die kommenden Monate haltbar machen.

Heimischen Spargel ins eigene Vorratsregal bringen

Bei frischem Spargel kannst du beim Einkauf gezielt auf die Herkunft achten und beispielsweise direkt beim Spargelhof in deiner Region kaufen. Bei verarbeitetem Spargel ist die Herkunft des Rohstoffs für den Verbraucher dagegen nicht immer so offensichtlich.

Für mich ist das ein weiterer Grund, Spargel während der heimischen Saison selbst einzukochen. Ich suche mir die Stangen selbst aus, bereite sie zuhause vor und fülle sie in meine eigenen Gläser.

Nebenbei unterstützt du beim Einkauf direkt beim Hof oder bei regionalen Erzeugern die Landwirtschaft vor Ort und vermeidest unnötig lange Transportwege.

Darum koche ich Spargel gerne ein

Der größte Vorteil liegt für mich klar auf der Hand: Die Spargelsaison ist mir viel zu kurz und könnte meinetwegen das ganze Jahr dauern. Durch das Einkochen lässt sich die Saison zumindest ein gutes Stück verlängern. Doch es gibt noch weitere Gründe, die für das Einkochen sprechen.

Du benötigst nur wenige Zutaten. Wasser, Salz und Zucker reichen für den Spargelsud absolut aus. Auf zusätzliche Gewürze verzichte ich bewusst, da diese den feinen Spargelgeschmack nur verfälschen oder sogar überdecken würden.

Außerdem ist das Rezept eine gute Möglichkeit, günstigeren Spargelbruch zu verarbeiten. Geschmacklich muss sich eine krumme oder gebrochene Stange schließlich nicht vor ihrem perfekt gewachsenen Nachbarn verstecken.

Warum der Spargel vorher 10 Minuten zieht

Bevor die Spargelstücke ins Glas kommen, übergieße ich sie mit kochendem Wasser und lasse sie etwa 10 Minuten darin ziehen. Dadurch wird der Spargel vorgewärmt und bereits etwas weicher, ohne ihn richtig vorzukochen.

Nach den 10 Minuten gieße ich das Wasser ab und lasse den Spargel gut abtropfen. Anschließend kommen die Stücke in die vorbereiteten Gläser und werden mit dem Sud aufgefüllt.

Diese Vorgehensweise habe ich nicht selbst erfunden: WECK beschreibt bei seinem Grundrezept für eingekochten Spargel das Übergießen mit kochendem Wasser und eine Ruhezeit von 10 Minuten vor dem Befüllen der Gläser.

Die Spargelspitzen kommen bei mir nicht ins Glas

Beim Vorbereiten wirst du feststellen, dass ich die Spargelspitzen nicht mit einkoche. Das hat einen ganz einfachen Grund: Die Spitzen sind besonders zart und können durch die lange Einkochzeit sehr weich werden.

Zum Wegwerfen sind sie natürlich viel zu schade – ganz im Gegenteil. Ich verwende sie lieber direkt. Daraus lässt sich beispielsweise ein kleiner Spargelsalat zubereiten. Auch als Einlage in einer Spargelcremesuppe machen sich die Spitzen hervorragend.

So landet der festere Teil der Stangen im Vorratsglas und die besonders zarten Stücke werden frisch gegessen.

So kannst du den eingekochten Spargel verwenden

Ein Glas im Vorratsschrank ist praktisch, weil du später kaum noch Arbeit damit hast. Für einen einfachen Spargelsalat lässt du die Stücke gut abtropfen und gibst ein Dressing, frische Kräuter und nach Geschmack z.B. frische Tomaten dazu.

Auch für eine Spargelcremesuppe kannst du deinen Vorrat verwenden. Der Spargel ist bereits gegart und muss nur noch erwärmt und weiterverarbeitet werden.

Gerne verwende ich die Spargelstücke auch in meinem Eiersalat mit Erbsen und Schinken. Ich finde, dass der Spargel wunderbar dazu passt und dem Eiersalat noch eine zusätzliche Geschmacksnote gibt.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Einkochen und hoffe, dass du dir damit die Spargelsaison auch ein Stück weit verlängern kannst.

Spargel einkochen

Spargel einkochen

Vorbereitungszeit: 1 Stunde
Zubereitungszeit: 2 Stunden
Gesamtzeit: 3 Stunden
Gericht: Beilage
Küche: vegetarisch
Suchbegriff: Einkochen, Einmachrezept, Haltbarmachen

Kochutensilien

8-10 Einmachgläser a 500ml

Zutaten

  • 2 kg Spargel weiß
  • 1,5 L Wasser
  • 1,5 TL Salz
  • 1 TL Zucker

Anleitungen

  • Wasser, Salz und Zucker in einen Topf geben. Kurz aufkochen lassen, damit Salz und Zucker sich auflösen können. Topf vom Herd nehmen und den Inhalt lauwarm abkühlen lassen.
  • In der Zwischenzeit den Spargel schälen und die holzigen Enden abschneiden. Den Spargel in Stücke schneiden und in eine Schüssel geben.
    Spargel einkochen
  • Die Spargelstücke mit kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten darin ziehen lassen. Anschließend den Spargel in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen.
    Spargel einkochen
  • Die Spargelstücke in Einmachgläser füllen und mit dem Sud auffüllen.
    Spargel einkochen
  • Gläser verschließen und in den Einkochautomaten stellen. Mit Wasser befüllen, sodass die Gläser bis zur Kante des Füllgutes im Wasser stehen.
    Spargel einkochen
  • Den Spargel bei 100 °C für 120 Minuten einkochen. Die Einkochzeit beginnt, wenn die Temperatur erreicht ist. Anschließend die Gläser mit einem Glasheber herausnehmen, auf ein Küchentuch stellen und abkühlen lassen. Nach dem vollständigen Abkühlen kontrollieren, ob alle Gläser einwandfrei verschlossen sind.
    Spargel einkochen

Notizen

Tipp: Ich koche die Spargelspitzen nicht mit ein, da die zarten Spitzen beim Einkochen schnell zu weich werden können. Stattdessen mache ich mir einen Spargelsalat daraus oder verwende sie als Einlage für eine Spargelcremesuppe. 
Hast du das Rezept probiert?Zeig es mir auf Instagram und markiere mich mit @ffkocht!

Spargel einkochen – FAQ

Wie lange muss Spargel eingekocht werden?

Spargel wird bei diesem Rezept im Einkochautomaten bei 100 °C für 120 Minuten eingekocht. Die Einkochzeit beginnt erst, wenn die eingestellte Temperatur erreicht ist.

Kann ich Spargel roh einkochen?

Es gibt unterschiedliche Methoden zum Einkochen von Spargel. Bei meinem Rezept übergieße ich die Spargelstücke vor dem Einfüllen für etwa 10 Minuten mit kochendem Wasser.

Welcher Spargel eignet sich zum Einkochen?

Du kannst weißen Spargel zum Einkochen verwenden. Besonders praktisch sind Spargelbruch oder optisch nicht perfekte Stangen, da der Spargel für dieses Rezept ohnehin in Stücke geschnitten wird. Wichtig ist, dass der Spargel frisch und knackig ist.

Wie verwende ich eingekochten Spargel?

Eingekochter Spargel eignet sich unter anderem für Spargelsalat, Spargelcremesuppe oder als Beilage zu Kartoffeln, Schinken und Sauce Hollandaise. Da er bereits gegart ist, muss er nur noch vorsichtig erwärmt werden.

Wann ist Spargelsaison?

Die deutsche Spargelsaison beginnt je nach Wetter und Region meist im April und endet traditionell am 24. Juni, dem Johannistag.

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