Ein goldbraun paniertes Schnitzel, außen herrlich knusprig und innen saftig – genau so muss ein Schnitzel Wiener Art sein. Es gehört zu den absoluten Klassikern der deutschen Küche und ist eines meiner echten Lieblingsgerichte.
Doch was viele nicht wissen: Zwischen einem Wiener Schnitzel und einem Schnitzel Wiener Art aus Schweinefleisch gibt es einen klaren Unterschied. Und auch beim verwendeten Fleischstück kannst Du entscheidend Einfluss auf Geschmack und Zartheit nehmen.
Hier erfährst Du alles, was Du über diesen Klassiker wissen solltest.
Was ist der Unterschied zwischen Wiener Schnitzel und Schnitzel Wiener Art?
Der Unterschied liegt vor allem im Fleisch – und der ist offiziell geregelt.
Wiener Schnitzel
Ein echtes Wiener Schnitzel wird traditionell und gesetzlich geschützt ausschließlich aus Kalbfleisch zubereitet. Es stammt ursprünglich aus Österreich und gilt dort als Nationalgericht. Wird es mit anderem Fleisch serviert, darf es streng genommen nicht „Wiener Schnitzel“ heißen.
Schnitzel Wiener Art
Ein Schnitzel Wiener Art wird genauso paniert und ausgebacken wie das Original – besteht jedoch meist aus Schweinefleisch. In Deutschland ist diese Variante deutlich verbreiteter, da Schweinefleisch günstiger und überall erhältlich ist.
Welches Schweinefleisch eignet sich für Schnitzel Wiener Art?
Nicht jedes Stück vom Schwein ist gleich gut geeignet. Wenn Du wirklich ein zartes, saftiges Schnitzel möchtest, lohnt sich ein genauer Blick auf die verschiedenen Fleischteile.
Schweineoberschale – der Klassiker
Die Oberschale ist das am häufigsten verwendete Stück für Schnitzel.
Vorteile:
- Sehr mager
- Gleichmäßige Struktur
- Lässt sich gut klopfen
- Wird bei richtiger Zubereitung schön zart
Sie ist die sichere Wahl für Dein Schnitzel und in fast jeder Fleischtheke erhältlich.
Schweinerücken (Karree) – besonders zart
Der Schweinerücken, auch Karree genannt, ist ebenfalls sehr beliebt.
Vorteile:
- Noch etwas zarter als die Oberschale
- Sehr gleichmäßige Scheiben
- Mild im Geschmack
Er enthält minimal mehr Fett als die Oberschale, was dem Schnitzel zusätzliche Saftigkeit geben kann.
Schweinefilet – edel, aber nicht typisch
Das Filet ist das zarteste Stück vom Schwein.
Vorteile:
- Butterzart
- Sehr mager
Allerdings ist es vergleichsweise teuer und für ein traditionelles Schnitzel fast schon „zu schade“. Außerdem fehlt etwas die typische Struktur.
Für ein klassisches, alltagstaugliches Schnitzel Wiener Art empfehle ich Dir ganz klar die Schweineoberschale oder den Schweinerücken.
Beide liefern:
- Eine schöne, gleichmäßige Form
- Zartes Fleisch
- Beste Voraussetzungen für eine lockere, wellige Panade
Wichtig ist vor allem:
- Das Fleisch nicht zu dick schneiden
- Gleichmäßig klopfen
- Nicht „totbraten“
Dann steht dem perfekten Schnitzel nichts mehr im Weg.
Welche Beilage passt zu dem Gericht?
Ein paniertes Schweineschnitzel ist echtes Soulfood. Es passt zu:
- Kartoffelsalat
- Bratkartoffeln
- Pommes
- Gurkensalat
- Zitrone & Petersilie
Es ist unkompliziert, schnell gemacht und kommt bei Gästen genauso gut an wie im Familienalltag.
Fazit: Einfach, ehrlich, richtig gut
Dieser Klassiker ist kein Ersatz für das Wiener Original – sondern ein eigenständiger Klassiker.
Mit dem richtigen Fleischstück, einer lockeren Panade und ausreichend heißem Fett gelingt Dir ein Schnitzel, das außen knusprig und innen saftig ist.
Und am Ende gilt wie immer bei ff-kocht.de:
Weil Kochen Freude macht.

Zutaten
- 4 Stück Schweineschnitzel aus der Oberschale oder dem Schweinerücken
- 2 Eier
- 2 EL Mehl
- Paniermehl vorzugsweise selbst hergestellt
- Salz
- Pfeffer
- Butterschmalz
Anleitungen
- Die Schnitzel mit einem Küchenkrepp trocken tupfen. Anschließend die Fleischscheiben plattieren. Das Fleisch von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen.

- Die Eier, das Mehl und das Paniermehl jeweils in einen Teller oder eine Schüssel geben. Die Eier verquirlen. Die Schnitzel von jeder Seite zunächst in Mehl, dann im Ei und zum Schluss in der Panade wenden. Die Panade dabei nicht zu fest andrücken.

- Butterschmalz in eine Pfanne geben und erhitzen. Hier nicht sparen, das Fleisch sollte im Fett schwimmen. Die Schnitzel bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldgelb anbraten. Dabei die Schnitzel mehrmals wenden und möglichst ständig in Bewegung halten. Auf einem Küchenkrepp die Schnitzel abtropfen lassen, damit das überschüssige Fett vom Papier aufgezogen wird.


Ich liebe dies Rezept. Danke